Das schreibt die Presse |
| Umfangreiche
und technisch aufwendige Bauarbeiten Die Wasser- und Gasleitungen verschwinden unter der Lahn Zwischen Haarplatz und Schladming-Anlage werden 2,5 Millionen Mark verbuddelt. Von unserem Redakteur HANS-GEORG W a l d s c h m i d t Nein,
Wetzlar bekommt keine U-Bahn. Die gewaltigen Löcher, die sich derzeit auf dem Haarplatz
und auf der Lahninsel dem Betrachter präsentieren, dienen vielmehr einer 2,5 Millionen
Mark teuren Verbuddel-Aktion. Der große Aufwand ist nötig geworden, weil die etwa 40
Jahre Harter Untergrund Mit Stahlwänden abgespundet und gesichert ist die "Zielgrube" auf der Lahninsel. Hier werden in einigen Tagen die Rohre aus Richtung Haarplatz durchstoßen. Inzwischen muß die Grube ständig von einsickerndem Grundwasser leergepumpt werden. Von hier werden die Rohrleitungen in offener Bauweise rund 50 Meter weiter in Richtung Leitzplatz geführt; danach geht es wieder in den Untergrund. Unter der Lahn strömen bald Trinkwasser und Gas Aufwendiges Projekt zur Neuordnung der Versorgungsleitungen in der Innenstadt - Kosten betragen 2,5 Millionen DM Wetzlar(gäd). Eine schwierige und nicht alltägliche Baumaßnahme wird gegenwärtig in Wetzlar ausgeführt. Wegen der Abstufung der Bundesstraße 277 zur Landesstraße 3020 ist die Sanierung an den Brückenbauwerken im Zuge des Karl-Kellner-Rings über Lahn, Flut- und Mühlgraben notwendig; die entscheidenden Arbeiten stehen unmittelbar bevor. Verantwortlich für die Sanierung ist die Stadt Wetzlar, die für das Projekt einen einmaligen Zuschuß des Bundes erhielt. Eine Neuverlegung von Versorgungsleitungen im Brückenbaukörper war indes wegen deren Bedeutung für die Stadt ausgeschlossen: Sie können erst stillgelegt werden, wenn neue Leitungen vorhanden sind. Es handelt sich hierbei um Leistungen für die Wasserversorgung, Gashochdruck und Gasniederdruck. Aus dieser Situation heraus entschloß man sich seitens der Stadtwerke Wetzlar GmbH, die Leitungen unabhängig von der Brückensanierung in einer gesonderten Trasse neu zu verlegen. Auf der Suche nach einem umweltfreundlichen Verfahren, bei dem Gewässer und vorhandene Mauern weitgehend geschont werden, kam man in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Jürgen F. Rust aus Großen-Linden zu dem Ergebnis, zwei Bohrungen in jeweils zwei Schutzrohren vorzunehmen, in die neuen Leitungen verlegt werden. Dieses Projekt stellt im Stadtbereich und im weiteren Umkreis derzeit eine der größten und aufwendigsten Tiefbaumaßnahmen dar. Es erfolgt eine Unterquerung der Lahn vom Haarplatz aus, wobei im computergesteuerten Micro-Tunnel-Verfahren die zwei Schutzrohre von der neun Meter tiefen Preßgrube aus unter der Lahn durchgedrückt werden. Die Zielgruppe hierfür liegt auf dem Parkplatz unmittelbar hinter dem Karl-Kellner-Ring. Kriterien für die Wahl des Verfahrens waren unter anderem - so Detlef Stein (Technischer Geschäftsführer der Stadt-Werke Wetzlar) - der Schutz des vorhandenen Baumbestandes und eine möglichst geringe Beanspruchung von Flächen auch im Hinblick auf Parkplätze in diesem für das Stadtbild sensiblen Bereich. Eine zweite Preßgrube wird derzeit auf der kleinen Lahninsel zwischen Flut- und Mühlgraben eingerichtet. Von dort aus werden je zwei Schutzrohre bis zum Parkplatz auf der Lahninsel und in der Gegenrichtung bis zur Schladming-Anlage geführt. Somit werden die Gewässer und die angrenzenden Mauerwerke nicht von den Baumaßnahmen berührt, lediglich im Bereich der Lahninsel werden die Leitungen aus den Rohren auf die normale Tiefe hochgezogen. Von diesem Verfahren versprechen sich die Verantwortlichen eine rasche und sichere Bauausführung. Die erste Preßstrecke unter der Lahn ist zur Hälfte bewältigt, Baufachleute und Planer Rust gehen davon aus, daß die gesamten Preßarbeiten noch 1996 abgeschlossen werden können. Im Bereich des Haarplatzes und der Schladming-Anlage werden die jeweiligen Versorgungsleitungen in die vorhandenen Netze eingebunden. Preßarbeiten sind auch für den Karl-Kellner-Ring geplant, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wird auf eine offene Baugrube bei halbseitiger Sperrung der Straße verzichtet. Die Kosten sind mit insgesamt 2,5 Millionen DM veranschlagt. Unter Lahn und Mühlgraben hindurch werden neue Versorgungsleitungen verlegt Wetzlar (hgw). Die maroden Brücken über Lahn, Mühl- und Flutgraben erfordern umfangreiche Sanierungsarbeiten. Zuvor müssen jedoch die Versorgungsleitungen, die derzeit noch in den Brückenkonstruktionen installiert sind, ein neues Bett bekommen. Und dieses führt unter der Lahn hindurch. Die Bauarbeiten haben begonnen und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Mit einem aufwendigen technischen Verfahren werden die Betonrohre unter dem Flußbett hindurch vom Haarplatz in Richtung Leitzplatz gedrückt. In den Betonrohren werden dann die Leitungen für Gas- und Wasser verlegt. Die für den Bau verantwortlichen Wetzlarer Stadtwerke beziffern die Kosten auf 2,5 Millionen Mark. |
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